Momo

Auf unserer Homepage warst du Sam, für mich warst du Momo.
Du bist genauso plötzlich und unerwartet gegangen, wie du gekommen bist.
Du hast dein Köfferchen lang vor deiner Reise nach Deutschland gepackt.
8 Tage durfte ich dich begleiten…es sollten die letzten deines Lebens sein.
Dass dein Körper so schwach und krank ist, hat man dir nicht wirklich angemerkt.
Du warst ein richtig hübscher Kerl mit einem ganz ruhigen Wesen.
Ich habe über dich gesagt, dass du ein „sanfter Riese“ bist und du hättest sicherlich ein gutes Zuhause gefunden.
Doch all das Schöne, das hier auf dich gewartet hat, konnte dich nicht halten…du hast dich entschieden zu gehen.
Es ging innerhalb von Stunden bergab mit dir, was alles zu deinem Tod geführt hat wird dein Geheimnis bleiben.
8 Tage, in denen ich viel mehr für dich da gewesen wäre, wenn ich gewusst hätte, wie es um dich steht.
In deinem Fall hat das Schicksal nicht mit sich handeln lassen.
Für mich stellt sich die Frage, ob es sich gelohnt hat nicht. Es lohnt sich immer.
Und sei es nur dafür, dass du nicht auf grausame Art getötet wurdest, von jemandem, der dir keine Lebensberechtigung
zugesprochen hätte, deine Rechte nicht geachtet hätte und nicht verstanden hätte, dass auch du eine Seele hast.
Du bist nicht unbeachtet und ohne dass Menschen um dich trauern gestorben. In den wenigen Tagen bei mir warst du Momo,
nicht „etwas“ oder ein Wesen ohne Wert, das in einem hoffnungslosen Zwinger der Tötungsstation auf seine brutale Hinrichtung wartet.

Was auch immer du gebraucht hast, um in Frieden gehen zu können, ich hoffe, du konntest es hier finden.
Du hast wahrlich im Hier und Jetzt gelebt. Und auch du hast nicht umsonst gelebt, denn ich habe deine Lektion verstanden.

Gute Weiterreise, Momo!

Dein Pflegefrauchen

„Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es Dir sein, als lachten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben,
die lachen können!“
Und er lachte wieder.
(Antoine de Saint-Exupéry)